Konzeptioneller Artikel zur industriell-institutionellen Koevolution

Im Rahmen des FWF-finanzierten Projekts "Industriell-institutionelle Koevolution in Regionalökonomien" ist in der renommierten Fachzeitschrift "Regional Studies" der Artikel "Retheorizing industrial-institutional coevolution: A multidimensional perspective" von Maximilian Benner (Institut für Geographie und Regionalforschung) erschienen.

Der Artikel leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Konzepts der Koevolution, das den Einfluss von institutionellem Wandel auf Regionalentwicklungsprozesse und insbesondere auf industrielle Entwicklungspfade untersucht. Dafür entwickelt der Artikel ein multidimensionales Modell, das die Wechselwirkungen zwischen Pfadentwicklung und industriellem Wandel zu den Interaktionen zwischen unterschiedlichen Branchen in einer Region und zu den Dynamiken auf höheren räumlichen Ebenenen ins Verhältnis setzt.

Mit diesem Modell soll das Koevolutions-Konzept für empirische Studien weiterentwickelt werden. "Die Koevolutions-Perspektive kann uns helfen, besser zu verstehen, welche 'unsichtbaren' institutionellen Faktoren mit darüber entscheiden, wie sich verschiedene Branchen in einer Region entwickeln. Da es darauf keine einfachen Antworten gibt, kann ein multidimensionales Modell in empirischen Studien den Blick auf die entscheidenden Wechselbeziehungen lenken", so Maximilian Benner. Im weiteren Verlauf des Lise-Meitner-Projekts "Industriell-institutionelle Koevolution in Regionalökonomien" ist die empirische Anwendung der Koevolutionsperspektive in drei Regionen in Israel geplant.

Dieses Forschungsprojekt wird vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) finanziert (Projektnr. M-2992 G).