Strategisch-Kontroverses zur EU Kohäsionspolitik

Alois Humer präsentiert im Rahmen der Reihe Erlesenes Erforschen der Universitätsbibliothek Wien den Sammelband zu langfristigen und strategisch kritischen Fragen der Europäischen Kohäsionspolitik.

Teilnahme an der Veranstaltung:

Für Veranstaltungen gelten die zum jeweiligen Termin gesetzlich festgelegten Corona-Schutzmaßnahmen. ­

  • Der Live-Stream wird am 25.11.2021 >HIER< zur Verfügung stehen.
  • Für die Teilnahme vor Ort ist vorab eine Online Anmeldung erforderlich: >SITZPLATZRESERVIERUNG<

Aula am Campus der Universität Wien
siehe Veranstaltungskalender der Universität Wien

Programm


18.00 Uhr Begrüßung

Alexandra Gappmayr | FB Geographie | Universitätsbibliothek der Universität Wien


18.10 Uhr Buchvorstellung der Herausgeber*innen

Alois Humer | Institut für Geographie und Regionalforschung | Universität Wien

Franziska Sielker | Department of Land Economy | University of Cambridge

Daniel Rauhut | Karelian Institute | University of Eastern Finland


18.30 Uhr Impulsstatements von Autor*innen

Yvonne Franz | Institut für Geographie und Regionalforschung | Universität Wien

Elisabeth Gruber | Institut für Stadt- und Regionalforschung | ÖAW

Eva Purkarthofer | Department of Urbanism | TU Delft


18.45 Uhr Reflexionen aus der Praxis, Politik und Verwaltung

Ursula Mollay | Österreichisches Institut für Raumplanung, ÖIR

Simon Ortner | Internationale und Europäische Angelegenheiten, Land NÖ

Markus Seidl | Österreichische Raumordnungskonferenz, ÖROK


19.00 Uhr Plenare Diskussion

Jiannis Kaucic | Institut für Geographie und Regionalforschung | Universität Wien


19.30 Uhr Buffet

Der Abend wird organisiert und moderiert von

Alois Humer | Institut für Geographie und Regionalforschung | Universität Wien

Jiannis Kaucic | Institut für Geographie und Regionalforschung | Universität Wien


Zum Buch/ Sammelband

Rauhut, Daniel, Sielker, Franziska & Humer, Alois (eds.) (2021)

EU Cohesion Policy and Spatial Governance: Territorial, Social and Economic Challenges
Cheltenham: Edward Elgar

"Kohäsion", also der wirtschaftliche, soziale und räumliche Zusammenhalt zwischen Europas Städten und Regionen ist ein Grundbaustein der Europäischen Union. Auch im neuen Finanzrahmen der EU von 2021 bis 2027 nimmt die EU Kohäsionspolitik rund ein Drittel des gesamten Budgets ein. Damit kann "EUropa" potentiell im Lebensalltag aller Bürger*innen ankommen. Warum und wie die eigentliche Umsetzung (nicht) erfolgt, welche regionalen Herausforderungen (nicht) angegangen werden und wer davon (nicht) profitiert, wird akademisch wie praktisch kontrovers diskutiert. Herausgeber*innen und Autor*innen des Sammelbandes aus der Wissenschaft und Stakeholder aus der strategischen Praxis werden sich an dem Abend drei kontroversen Trends widmen, die im Sammelband identifiziert wurden. Das sind: "disintegration, discontent, (lack of) discretion"; also Tendenzen Europäischer Desintegration, Aufkommen regionaler Unzufriedenheit und ein Verfestigen nationaler Ermessensspielräume bzw. deren Fehlen auf EU Ebene.


Zu den Personen

Yvonne Franz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. In ihren Europäischen Forschungsaktivitäten widmet sie sich Fragen der Stadtentwicklung und sozialen Innovation.

Alexandra Gappmayr ist Leiterin der Fachbereichsbibliothek für Geographie und Regionalforschung der Universitätsbibliothek Wien.

Elisabeth Gruber ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien und am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Im Zentrum ihrer Europäischen Forschungsaktivitäten stehen Fragen der internationalen Migration.

Alois Humer ist Professor für Raumforschung und Raumordnung am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. Er untersucht Einflüsse der EU auf die räumliche Entwicklung und Politik der Mitgliedstaaten.

Jiannis Kaucic ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. Sein Hauptinteresse gilt der räumlichen Entwicklung und Governance von Europäischen Grenzregionen.

Ursula Mollay ist Mitglied des Vorstandes des Österreichischen Instituts für Raumplanung (ÖIR). Sie hat jahrzehntelange Erfahrung durch Projekte und Politikberatung zu räumlichen Fragen von der örtlichen bis Europäischen Ebene.

Simon Ortner ist Leiter der Abteilung für internationale und Europäische Angelegenheiten im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Er ist betraut mit Angelegenheiten der Europäischen Integration und Verbindung zu den EU-Institutionen.

Eva Purkarthofer ist Marie Sklodowska-Curie Fellow am Department für Urbanistik der TU Delft und derzeit Gastprofessorin an der Universität Wien. Ihre Kernexpertise ist im wissenschaftlichen Diskurs zur Europäisierung der Raumordnung beheimatet.

Daniel Rauhut ist Assoziierter Professor an der Universität Ostfinnland in Joensuu. Seine zahlreichen angewandten Europäischen Forschungsprojekte behandeln Fragen der regionalökonomischen Entwicklung, sozialen Wohlfahrt, Migration und Integration.

Markus Seidl ist Geschäftsführer der Geschäftsstelle der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK). Seine Agenden sind an der Schnittstelle der verschiedenen österreichischen und der Europäischen Planungsebene angesiedelt.

Franziska Sielker ist Dozentin am Department of Land Economy der University of Cambridge. Ihre planungstheoretischen sowie angewandten Forschungsprojekte behandeln Fragen zur Governance der Europäischen Raumentwicklung.