Gruppenfoto im Schilfgürtel

Dissertationsprojekte

 Kohlenstoff- und Wasserdampfflüsse des Schilfgürtels am Neusiedlersees

Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sich Pamela Baur, BSc MSc von der Universität Wien (Arbeitsgruppe Geoökologie am Institut für Geographie und Regionalforschung) mit der Quantifizierung und Verbesserung des Prozessverständnisses der Methan-, Kohlenstoffdioxid- und Wasserdampf-Flüsse im Schilfgürtel des Neusiedlersees. Dafür werden seit Ende 2018 mittels einem kontinuierlich messenden Eddy-Covariance-Turm zeitlich hochaufgelöste Daten erhoben und diese nun erstmalig ausgewertet. Dabei wird auch der Einfluss der Trockenperioden und weiteren Biomet-Parametern auf die Kohlenstoff- und Wasserbilanz des Schilfgürtels untersucht.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Dissertation, ist die Quali- und Quantifizierung der unterschiedlichen Transportwege der Methanflüsse im Schilfgürtel sowie die Untersuchung des Tageszyklus der Methanflüsse in den verschiedenen Jahreszeiten. Dafür werden über einen Zeitraum von 2 Jahren vierteljährlich 24 Stunden-Messkampagnen mit verschiedenen Messkammern durchgeführt, um auch mittels Kohlenstoffisotopien auf die Prozesse rückschließen zu können.

Die Forschungsarbeit im Schilfgürtel findet in Kooperation mit der Biologischen Station IIlmitz statt.

Berichte aus der Forschungsarbeit:

 

 

 

 Kohlenstoffspeicher – Torfbildung im Schilfgürtel am Neusiedler See

Die Bildung von Torf kann als eine Ansammlung von abgestorbenen Pflanzenmaterial beschrieben werden. Diese kohlenstoffhaltige Biomasse wird unter nassen Bedingungen nur langsam durch unterschiedliche Mikroorganismen abgebaut und ist somit längerfristig in den torfigen (organischen) Schichten gespeichert.

Im Rahmen einer Dissertation beschäftigt sich Raphael Müller, BSc MSc von der Universität Wien (Arbeitsgruppe Geoökologie, Institut für Geographie und Regionalforschung) mit dem Abbau von organischer Substanz durch Bodenmikroorganismen unter den speziellen Rahmenbedingungen des salzhaltigen Neusiedler Sees. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Umweltbedingungen verschiedener Standorte entlang von Land-See-Transekten, die Untersuchung von Sedimentkernen auf deren mikrobielle Biomasse und unterschiedliche Enzymaktivitäten, aber auch auf der Inkubation von Sedimenten für Studien der Dekomposition unter Laborbedingungen.  Dadurch sollen Mechanismen der Torfbildung im Schilfgürtel beschrieben und Prozesse des Abbaus von Schilfbiomasse besser quantifiziert werden.

 

 

 

Sedimentkern aus dem Schilfgürtel

Sedimentkern aus dem Schilfgürtel (c) Raphael Müller und AG Geoökologie